Wie Bürgermeister Hans Walter bei der Anlieferung des neuen Mulchgerätes am Bauhof erklärte, war die Ersatzbeschaffung unumgänglich geworden. „Unser bisheriger Mulcher war 27 Jahre lang zuverlässig im Einsatz und hat in dieser Zeit hervorragende Dienste geleistet. Aufgrund seines Alters und verschiedener technischer Defekte war eine wirtschaftliche Reparatur jedoch nicht mehr sinnvoll. Deshalb mussten wir uns für eine Neuanschaffung entscheiden.“
Nach einer sorgfältigen Prüfung verschiedener Hersteller und Bauarten fiel die Wahl auf einen Kuhn-Auslegemulcher des Typs TBES 192 mit einer Arbeitsbreite von 1,92 Metern. Das Gerät wurde von der Firma Lindner Landtechnik aus Remmelberg bei Theisseil geliefert. Die Anschaffungskosten belaufen sich auf rund 15.000 Euro.
Der neue Mulcher verfügt über einen leistungsstarken Rotor mit 48 lose aufgehängten Schlägeln, einen großen Schwenkbereich von über drei Metern sowie eine Nonstop-Anfahrsicherung. Dadurch eignet sich das Gerät hervorragend für die vielfältigen Anforderungen im gemeindlichen Straßen- und Wegenetz und ermöglicht ein sicheres und effizientes Arbeiten auch an schwer zugänglichen Stellen.
„Mit dieser Investition stellen wir sicher, dass unsere zahlreichen Gemeindestraßen, Rad- und Wirtschaftswege auch künftig ordnungsgemäß gepflegt werden können. Gerade die regelmäßige Pflege der Straßenränder trägt wesentlich zur Verkehrssicherheit bei, verbessert die Sichtverhältnisse an Einmündungen und Kreuzungen und verhindert, dass Sträucher oder hohes Gras in den Verkehrsraum hineinwachsen“, betont Bürgermeister Hans Walter.
Für den Einsatz des neuen Mulchgerätes sowie dessen Wartung und Pflege ist in erster Linie Bauhofmitarbeiter Andreas Mayer verantwortlich. Er wird in den kommenden Wochen wieder im gesamten Gemeindegebiet unterwegs sein, um die erforderlichen Mäharbeiten durchzuführen.
Die Gemeinde bittet in diesem Zusammenhang alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis, wenn es während der Arbeiten zeitweise zu Behinderungen kommt und einzelne Straßen oder Wege nur eingeschränkt befahrbar sind. Die Sicherheit aller Beteiligten habe während der Mäharbeiten oberste Priorität.
Weniger Mähen für mehr Artenvielfalt
Gleichzeitig verfolgt die Gemeinde Kastl künftig einen noch naturverträglicheren Ansatz bei der Grünflächenpflege. Im Bewusstsein der zunehmenden Bedeutung von Biodiversität und Artenschutz soll das Mähen – überall dort, wo es aus Gründen der Verkehrssicherheit vertretbar ist – auf das notwendige Maß reduziert werden.
„Nicht jeder Straßenrand muss mehrmals im Jahr vollständig gemäht werden. Wo es möglich ist, wollen wir Blühpflanzen und Wildkräutern bewusst mehr Raum geben. Das schafft Lebensräume für Bienen, Schmetterlinge und zahlreiche weitere Insektenarten und leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt“, erklärt Hans Walter.
Deshalb werde künftig im Einzelfall genau geprüft, welche Bereiche aus Gründen der Verkehrssicherheit regelmäßig gepflegt werden müssen und wo längere Mähintervalle oder sogar ein vollständiger Verzicht auf das Mähen sinnvoll und vertretbar sind. Ziel sei es, die Anforderungen an die Verkehrssicherheit mit einem verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Umwelt bestmöglich in Einklang zu bringen.
Steine im Straßenbankett verursachen erhebliche Schäden
Mit Nachdruck weist die Gemeinde außerdem auf ein Problem hin, das in den vergangenen Jahren immer wieder aufgetreten ist. Leider werden vereinzelt Steine von angrenzenden Feldern oder andere Gegenstände in Straßengräben oder Seitenstreifen geworfen. Diese sind im hohen Gras oftmals nicht erkennbar und können beim Mähen erhebliche Schäden am Mulchgerät verursachen.
„Wir werden es nicht dulden, dass Straßenbankette oder Gräben als Ablageplatz für Feldsteine genutzt werden. Derartige Gegenstände stellen nicht nur eine Gefahr für unsere Maschinen dar, sondern können auch die Sicherheit unserer Mitarbeiter gefährden“, so Bürgermeister Hans Walter.
Sollte ein Verursacher ermittelt werden können, werde die Gemeinde entstandene Schäden künftig konsequent in Rechnung stellen. Alle Grundstückseigentümer und Bewirtschafter werden deshalb eindringlich gebeten, Feldsteine ausschließlich an geeigneten Stellen abzulegen und keinesfalls in den Seitenstreifen oder Straßengräben zu entsorgen.
Mit der Neuanschaffung des Mulchgerätes investiert die Gemeinde Kastl nicht nur in eine moderne und leistungsfähige Ausstattung ihres Bauhofes, sondern zugleich in mehr Verkehrssicherheit, eine nachhaltige Landschaftspflege und den verantwortungsvollen Umgang mit der heimischen Natur.
